Product Owner / PM

Die Product Owner und Projektmanager bei Holistic Engineering Laboratories Ltd. sind dafür verantwortlich, Produkte zu verwalten und Projekte zu leiten, um eine erfolgreiche Lieferung sicherzustellen. Sie arbeiten eng mit funktionsübergreifenden Teams zusammen, um den Projektumfang, die Ziele und die Ergebnisse zu definieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie mit den Geschäftszielen in Einklang stehen.

Regeln

Triff keine Entscheidung. Lass entweder andere entscheiden oder hole die ganze Gruppe zusammen, so dass Du nicht für das Ergebnis und seine Konsequenzen verantwortlich gemacht wirst.

Wenn Du dann aber einen ausführlichen und wasserdichten Plan hast, setze diesen konsequent um, egal, ob sich die Rahmenbedingungen ändern. Auf keinen Fall solltest Du iterativ arbeiten oder Experimente und Piloten machen. Diese könnten dazu führen, dass sich Dein Plan als nicht perfekt herausstellt und Du ihn ändern musst. Das wäre wirklich Zeitverschwendung.

Bei der Abschätzung von Arbeitsaufwänden sei maximal dynamisch: Benutze für jede Aufgabe eine andere Referenzskala, behalte aber die Benennung Deiner Maßeinheit gleich.

Bleibe immer positiv und optimistisch, auch wenn Zahlen und Daten ganz klar dagegen sprechen. Dadurch motivierst Du Deine Mitarbeiter bis zum letztmöglichen Moment und kannst auch Deine Stakeholder größtmöglich überraschen.

Zur Unterstützung von Heldentum ist die Idealform von Burn-Up-Graphen der Hockey-Stick. So können Du und Dein Team zeigen, dass Ihr im letzten Moment heldenhaft unendlich viel Arbeit schafft. Das erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr zum Team des Jahres gewählt werdet.

Nutze jede Gelegenheit, Dein Projekt rot darzustellen, um dann durch geschicktes Eingreifen im rechten Moment wieder grün zu werden und so zu zeigen, dass Du und Dein Team das Zeug zu echten Helden habt. Wenn Du hier keine Chance siehst, kannst Du auch gut den umgekehrten Weg gehen und bis zum Schluss Dein Projekt grün darstellen. So schützt Du Dich vor störender Management-Awareness und kannst das Projekt verlassen, kurz bevor es unübersehbar hochrot den Bach runtergeht.

Wenn Du selbst zu einem Meeting einlädst, stelle sicher, dass Du immer mehr Leute einlädst als notwendig. Schließlich musst Du damit rechnen, dass einige absagen. Der Meeting-Titel sollte möglichst nichtssagend sein und die Einladung auch keine Agenda enthalten. Dadurch hältst Du Dir offen, um was es konkret gehen wird, und erzeugst auch keine falschen Erwartungen bzgl. möglicher Ergebnisse.

Vermeide es, in einem Meeting Entscheidungen zu treffen. Stattdessen solltest Du darauf hinweisen, dass noch Informationen oder wesentliche Player fehlen und es deshalb ein weiteres Meeting braucht. Das zeigt Dein Verständnis für die Bedeutung solcher Entscheidungen. Darüberhinaus vermeidest Du es, Dich bei konfliktbehafteten Entscheidungen gegen eine Partei aussprechen zu müssen.

Um Deine Karriereambitionen zu unterstützen solltest Du hemmungslos Inhalte und Ideen von anderen nutzen, sie leicht umformulieren und unter neuem. effekthaschendem Namen als Deine eigenen Innovationen verkaufen. Die Verwendung von markanten Schlüsselwörtern, Abkürzungen, willkürlichen Statistiken und Grafiken hilft Deiner Präsentation zu mehr Management-Awareness.

Wenn jemand mit einem Problem zu Dir kommt, löse das Problem am besten selbst, schaue dabei genervt und vermeide hilfreiche Erläuterungen. So lernt Dein Kollege selbst nichts Neues und wird sich nicht an Dir vorbei entwickeln. Darüber hinaus flößt Du Deinem Gegenüber Respekt ein, geht schneller und Du machst Dich unersetzlich, nicht nur für diesen einen Kollegen. Dein Ruf als Hero wird Dir vorauseilen.

Der Erfolg eines Unternehmens misst sich selbstverständlich an seinen Zahlen. Und wenn diese mal nicht so aussehen, wie sie sollen, verschwende keine Zeit mit Ursachenforschung wie mangelnder Qualität, unzufriedenen Kunden oder fehlender Effizienz. Greif stattdessen zum bewährten Mittel des Financial Engineering: Drehe, schiebe und rechne so lange, bis die Zahlen kurzfristig glänzen – ganz gleich, was in der Realität passiert. Die eigentlichen Probleme? Die landen elegant im nächsten Geschäftsjahr – und sind dann entweder jemand anderes Problem oder lassen sich mit etwas Glück einfach erneut kreativ umetikettieren.